Dr. Sonja Gipper
Institut für Linguistik, Allgemeine Sprachwissenschaft
Meister-Ekkehart-Straße 7, 50937 Köln-Lindenthal
E-mail: sonja.gipper[at]uni-koeln.de
Tel: +49-221-470-6328
Web: https://ifl.phil-fak.uni-koeln.de/allgemeine-sprachwissenschaft/personen/dr-sonja-gipper
Kurzbiografie
PI in the project “Variation and language attitudes in Yurakaré: Setting out for a cross-linguistic perspective” funded by DFG (German Research Foundation) at the Institute of Linguistics, General Linguistics, University of Cologne 2012 - 2016
Teaching Position and Scientific Staff at the Institute of Linguistics, General Linguistics.
Teaching, managing the website content of the General Linguistics section, book orders, supervision of BA, MA, and PhD students. 2011 - 2012
Teaching Position at the Institute of Linguistics, General Linguistics 2011
PhD degree at the Radboud University Nijmegen, The Netherlands. Thesis title: “Evidentiality and intersubjectivity in Yurakaré: An interactional account” 2009 - 2011
Research assistant in the project “The Documentation of Yurakaré (extension)” at the Max-Planck-Institute for Psycholinguistics in Nijmegen, The Netherlands. 2006 - 2009
PhD student in the project “The Documentation of Yurakaré (extension)” at the Max-Planck-Institute for Psycholinguistics in Nijmegen, The Netherlands. 1998 - 2005
Magistra Artium degree in Anthropology of the Americas at the University of Bonn. Title of MA thesis: “Beitrag zur Diskursanalyse von Quichua-Erzählungen aus Ecuador” (Contribution to the discourse analysis of Quichua narratives from Ecuador) 1996 - 1998
Latin American Studies at the Universities of Cologne, Bonn.
Aktuelle Forschungsprojekte
Documenting theories and practices of language socialization in the context of endangerment: A pilot study on Yurakaré
The Yurakaré language is severely endangered due to a break in intergenerational transmission. And yet, many children have at least some passive knowledge of the language. What, then, are the remaining pockets in which Yurakaré is still passed on to children? And what role do local theories and practices of language socialization play in the interruption of language transmission? This project tackles these questions by documenting theories about language socialization circulating among the Yurakaré, and by piloting the recording of Yurakaré child language in remaining pockets of transmission.
Duration: 2024-2025
Funding: Endangered Languages Documentation Programme
Vergangene Forschungsprojekte
Variation und Spracheinstellungen im Yurakaré: Auf dem Weg zu einer sprachvergleichenden Perspektive (DFG)
Description:
Dieses Projekt untersucht sprachliche Variation im Yurakaré, einer isolierten Sprache, die im bolivianischen Amazonasgebiet von ca. 2.000 Menschen gesprochen wird. Variationsmuster zeigen systematische Relationen zu sozialen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Region, soziale Gruppe und Stil. Diese Erkenntnisse stammen jedoch zu großen Teilen aus Studien zum Englischen und zu wenigen anderen großen westlichen Sprachen. Unser Wissen über Variation und Spracheinstellungen in kleinen, nicht-westlichen Sprachen ist hingegen relativ gering, obwohl die existierenden Studien zu kleinen Sprachen zeigen, dass diese sich bezüglich ihrer Variationsmuster von großen westlichen Sprachen unterscheiden können. Um ein umfassenderes Bild von sprachlicher Variation in den Sprachen der Welt zu erhalten, sind viele weitere Fallstudien zu Variation in verschiedenen Sprachen nötig. Eine solche Fallstudie soll in dem vorgeschlagenen Projekt durchgeführt werden. Das Projekt verfolgt drei Ziele: Als erstes Ziel sollen Variationsmuster im Yurakaré ausfindig gemacht und beschrieben werden. Hierzu wird eine Korpus-Studie anhand des DobeS-Yurakaré-Korpus durchgeführt. Um die Ergebnisse zu verifizieren, wird dann eine Feldstudie in der Form von strukturierten Interviews in zwei Yurakaré-Dörfern durchgeführt. Hierbei werden systematische Sprachdaten von Sprechern erhoben, die alle relevanten sozialen Gruppen repräsentieren. Das zweite Ziel des Projekts betrifft die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Variation und Spracheinstellungen. Dieses Ziel ist ebenfalls Teil der strukturierten Interviews, bei denen Daten zur Wahrnehmung bestimmter sprachlicher Varianten, zur sprachlichen Sozialisation der SprecherInnen und zu ihren Einstellungen zu bestimmten Varianten erhoben werden. Das dritte Ziel des Projektes ist die Erforschung der Relation zwischen sprachlicher Variation auf der Ebene der Einzelsprache und sprachlicher Diversität. Zur Erreichung dieses Ziels kooperiert die Antragstellerin mit Nicholas Evans von der Australian National University in Canberra. In seinem Projekt The Wellsprings of Linguistic Diversity erforschen er und seine KollegInnen diese Frage. Hierzu werden Fallstudien in Sprachgemeinschaften unterschiedlicher sozialer Organisation durchgeführt. Das hier vorgeschlagene Projekt stellt eine weitere Fallstudie dar, die mit dem Amazonasgebiet eine der sprachlich diversesten Regionen der Welt repräsentiert.
Support: DFG
Duration: 2016 - 2019