Strategische Universitätspartnerschaften
Strategische Partnerschaften sind institutionelle Kooperationen, die die Universität zu Köln in ihrer Gesamtheit mit einer Partnerinstitution verbinden. Sie dienen der Profilbildung auf höchster strategischer Ebene und beziehen jeweils die beteiligten Institutionen als Ganzes ein.
Ziel der Etablierung strategischer Partnerschaften ist insbesondere
- der Aufbau nachhaltiger und tiefgreifender Kooperations- und Infrastrukturen an beiden Hochschulen,
- die Gewährleistung einer effektiven und professionellen Kommunikation sowie Zusammenarbeit auf allen Ebenen unter Berücksichtigung der jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen sowie
- die Schaffung erweiterter Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und Programme, die die internationale Sichtbarkeit und Reputation beider Institutionen stärken und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Im Rahmen einer solchen strategischen Partnerschaft kooperiert das Global South Studies Center (GSSC) insbesondere mit der University of the Western Cape (UWC), Südafrika.
Die University of the Western Cape ist international anerkannt für ihre historische Rolle im Widerstand gegen das Apartheidregime sowie für ihr anhaltendes Engagement gegen Unterdrückung, Diskriminierung und soziale Ungleichheit im heutigen Südafrika. Als eine der zentralen akademischen Institutionen des gesellschaftlichen Wandels nimmt sie eine herausragende Stellung beim Aufbau einer gerechten und dynamischen Gesellschaft ein. Ihr besonderes Profil im Bereich Zugang, Gerechtigkeit und Qualität in der Hochschulbildung beruht auf langjähriger praktischer Erfahrung in der Förderung historisch marginalisierter Gruppen und deren gleichberechtigter Teilhabe an der südafrikanischen Gesellschaft.
Seit vielen Jahren arbeiten Mitglieder des GSSC/KPA Global South Studies mit verschiedenen Instituten und Einrichtungen der University of the Western Cape (UWC) zusammen.
Das Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität zu Köln pflegt bereits seit längerer Zeit intensive Kooperationen mit mehreren Einrichtungen der UWC. Eine besonders langjährige Zusammenarbeit besteht dabei mit dem Center for Humanities Research (CHR) in Bereichen der Erinnerungskultur und der kritischen Museumsstudien (Global Faculty: Prof. Ciraj Rassool) sowie mit dem Institute for Poverty, Land and Agrarian Studies (PLAAS), (Global Faculty: Prof. Ruth Hall). Letztere begann bereits Ende der 1990er Jahre im Rahmen des DFG-geförderten Sonderforschungsbereichs „Arid Climate, Adaptation and Cultural Innovation in Africa“. In diesem Kontext wurden gemeinsame Forschungsprojekte durchgeführt, Drittmittel eingeworben und Promotionsvorhaben kooperativ betreut.
In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Zusammenarbeit kontinuierlich ausgebaut. Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts „Human Mobility, Networks and Institutions in the Management of Natural Resources in Contemporary Africa“ entwickelte sich PLAAS zu einem der zentralen Kooperationspartner. Zwei Promotionsvorhaben wurden erfolgreich in gemeinsamer Betreuung abgeschlossen. Die Partnerschaft wurde zudem auf weitere Institute ausgeweitet, darunter das Geographische Institut, das Institut für Sozial- und Kulturanthropologie sowie das Institut für Soziologie der UWC.
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 arbeitet das GSSC intensiv mit Wissenschaftler*innen der genannten Institutionen zusammen. Projekte jüngeren Datums: Spring School, Medium-scale Farmers in Rural Africa, beide gefördert von der VW-Stiftung, sowie ein gemeinsames Projekte im Rahmen der dritten Phase des Sonderforschungsbereichs 228 „Future Rural Africa“ . Forschende der UWC waren wiederholt Gäste auf Konferenzen des GSSC, und eine Professorin aus dem Bereich Development Studies der UWC war maßgeblich an der Ausarbeitung des Exzellenzcluster-Antrags „Sharing a Planet in Peril“ beteiligt.
