Prof. Dr. Claudia Sode
Institute for Classical Studies
Department of Byzantine Studies
Albertus-Magnus-Platz
D-50923 Cologne
Philosophikum, 4th floor, room 4.123
Telephone: +49 (0)221 470-2524
Fax: +49 (0)221 470-5937
E-Mail: claudia.sode(at)uni-koeln.de
Short Biography
1987-1994
Study of Greek and Latin Philology, Byzantine and Neo-Greek Studies and German Literature in Jena, Berlin and Thessaloniki
1994
Magistra Artium at the FU Berlin
1994-2001
Research assistant at the Institute for Classical Studies at the Friedrich Schiller University Jena
2000
Doctorate at the Friedrich Schiller University Jena (Greek)
2004
Habilitation at the Friedrich Schiller University Jena (Byzantine Studies)
2004-2005
Feodor Lynen Research Fellow of the Alexander von Humboldt Foundation at the Centre d'Histoire et Civilisation de Byzance (Paris)
Since 2005
Professor of Byzantine Studies and Head of the Department of Byzantine Studies and Modern Greek Philology at the Institute of Classical Studies at the University of Cologne
2015-2020
Visiting Professor at the Institute for the History of Ancient Civilizations (IHAC), Northeast Normal University Changchun, PR China
Research Interests
- Hagiography
- Ceremonialism
- Transmission of Greek and Byzantine literature
- Sigillography
- Digital Humanities
- Byzantium global
Current Research Projects
Unlocking the Hidden Value of Seals: New Methodologies for Historical Research in Byzantine Studies
Während im Vergleich zur klassischen und westlich-mittelalterlichen Welt aus Byzanz nur wenige Urkunden und Briefe überliefert sind, haben sich Siegel, die an den Dokumenten befestigt waren, in großer Zahl erhalten und bergen eine Vielzahl an Informationen. Sie sind jedoch auf verschiedene Sammlungen verstreut, und Standards für ihre Veröffentlichung fehlen. Als historische Quelle werden sie daher nur unzureichend herangezogen. Ziel des Projekts ist es, die Möglichkeiten der Digital Humanities zu nutzen, um dieses Defizit zu beheben und mit einer Neuausrichtung der byzantinischen Siegelkunde ein besseres Verständnis von Byzanz zu ermöglichen. Kern des Projekts ist die wissenschaftliche Erschließung von vier Sammlungen byzantinischer Bleisiegel (ca. 4.000 Stück). In Fortführung einer Kooperation mit dem CCeH und dem Pariser CNRS setzen wir einen einheitlichen Kodierungsstandard für digitale Bestände von Siegeln ein (SigiDoc) und entwickeln diesen im Laufe des Projekts ausgehend von den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Sammlungen weiter. Mit dem Reflectance Transformation Imaging (RTI) bringen wir ein digitales Bildgebungsverfahren zur Anwendung, welches die Lesbarkeit, die Analyse und die Darstellung von Siegeln unterstützt. Die Sammlungen werden über ein gemeinsames Portal zugänglich gemacht, welches eine sammlungsübergreifende Suche ermöglicht.
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Sode (Abteilung Byzantinistik und Neugriechische Philologie), Dr. Claes Neuefeind (Cologne Center for eHumanities), Dr. Alessio Sopracasa (CNRS - UMR 8167 Orient et Méditerranée, Paris)
Projektlaufzeit: 01.04.2022 – 31.03.2025
Förderung: DFG und ANR
Creating a Sustainable Digital Infrastructure for Research-Based Teaching in Byzantine Studies
Ausgehend von einem bereits bestehenden Schwerpunkt auf byzantinischer Siegelkunde zielt das in Kooperation mit dem Cologne Center for eHumanities entwickelte Strategiekonzept auf die innovative Weiterentwicklung eines Clusters von vier byzantinistischen Teildisziplinen – Siegelkunde, Numismatik, Epigraphik und griechischer Handschriftenkunde. Das Konzept basiert auf forschungsbasierter Lehre und setzt folgende Maßnahmen um: (1) Objektbezogene wissenschaftliche Erschließung von Sammlungen, Bearbeitung übergeordneter historischer Fragestellungen und Interpretation von historischem Wissen. Durchführung eines Postdoktorand/innen-Projekts in der Siegelkunde, Zusammenarbeit mit Expert/innen anderer Universitäten in Numismatik, Epigraphik und Handschriftenkunde. (2) Konzeption neuer, z.T. internationaler Lehrveranstaltungen (Online-Kurse, gestreamte Vorlesungen, asynchrone Lehreinheiten, Webinare und Podcasts) für bestehende BA- und MA-Studiengänge als polyvalentes Lehrangebot. Aufbau eines neuen Moduls “Digital Byzantine Studies” und Integration in andere altertumswissenschaftliche Studiengänge und in die Digital Humanities. (3) Wissenstransfer in Museen und Sammlungen durch Ausbildung von Kurator/innen in SigiDoc und Dome-RTI-Techniken (Reflective Transformation Imaging).
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Sode (Abteilung Byzantinistik und Neugriechische Philologie), Dr. Claes Neuefeind (Cologne Center for eHumanities)
Projektlaufzeit: 01.10.2022 – 30.09.2028
Förderung: Volkswagenstiftung, Programm “Weltwissen. Strukturelle Stärkung kleiner Fächer“
The Bible in Middle-Byzantine Hagiography (8th - 10th century)
Im Rahmen des Projekts wird die Verwendung der Bibel in der Hagiographie in der mittelbyzantinischen Zeit untersucht. Es wird herausgearbeitet, welche Bilder und Zitate aus der Bibel in hagiographische Texte Eingang fanden, wie hagiographische Texte in der Gesellschaft, der (literarischen) Kultur, der Liturgie der Kirche und der Volksfrömmigkeit rezipiert wurden und inwiefern sie zur Bildung einer byzantinischen Identität und zur Entwicklung der orthodoxen griechischen Kultur beigetragen haben.
Das Forschungsprojekt beruht auf drei Säulen:
Erstens wird die Präsenz biblischer Stellen in mittelbyzantinischen hagiographischen Texten in einer öffentlich zugänglichen Datenbank erfasst und analysiert (https://www.biblindex.org/en).
Zweitens werden hagiographische Texte, in denen (bisweilen in polemischer und konfrontativer Weise) das Verhältnis zwischen orthodoxen und heterodoxen Christen sowie Andersgläubigen thematisiert wird, untersucht. Damit wird die Funktion von Heiligenviten als einem Instrument zur öffentlichen Meinungsbildung und zur Durchsetzung der imperialen Ideologie im Byzantinischen Reich herausgearbeitet.
Drittens wird Hagiographie in Hinblick auf Sprache, Stil und rhetorische Mittel untersucht. Erwartet werden dadurch Aufschlüsse über die Entwicklung der literarischen Gattung sowie den Bildungsstand der Autoren und Leser.
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Sode (Abteilung Byzantinistik und Neugriechische Philologie), Prof. Dr. Reinhart Ceulemans (KU Leuven)
Projektlaufzeit: 01.10.2022 – 30.09.2025
Förderung: Fritz-Thyssen-Stiftung
Past Research Projects
Das Alt-Jerusalemer Orationale (Euchologion)
Wiedergewonnen wurde ein verschollenes Hauptdokument liturgischer Gebetsliteratur aus dem kulturellen Erbe des palästinischen Christentums: Das im Heiligen Land der Juden und Christen über Jahrhunderte bis zur Verdrängung durch byzantinische Bräuche (10./12. Jh.) benutzte griechische Euchologion, d.h. die Anthologie sämtlicher Gebete, die der Vorsteher (Patriarch, Bischof, Priester) kirchlicher Kultversammlungen vorzutragen hatte, z.B. bei Eucharistie und Taufe, bei Festen und täglichem Common prayer, bei Ritualen der Zuwendung von Segen und Übelabwehr (um Geburt, Krankheit, Sterben und Tod). Auf der Grundlage erhaltener griechischer Auszüge und Fragmente (Papyri, Palimpseste) und der in spätantik-frühislamischer Zeit entstandenen Übersetzungen der Gebete v.a. in das Georgische wurde das Orationale (Euchologion) Jerusalems in Abschnitten inhaltlich rekonstruiert, ins Deutsche übersetzt sowie philologisch, historisch und theologisch kommentiert.
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Sode (Abteilung Byzantinistik und Neugriechische Philologie), Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt (Klassische Philologie)
Projektlaufzeit: 01.04.2017 – 31.03.2020
Förderung: DFG