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Mehr als nur ein fairer Preis. Fachtagung zum Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum

+++Einsendefrist für Abstracts verlängert+++

+++neue Frist: 15. Juni 2018+++

Der Faire Handel befindet sich seit Jahren auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs und ist aus der öffentlichen Wahrnehmung und den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Während das Thema immer stärker in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen präsent ist, nimmt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fairen Handel und seinen Auswirkungen auf Themengebiete wie z.B. Produktionsbedingungen, Vermarktung, Konsumverhalten, Handelsbedingungen, Partizipation und Mitbestimmung im deutschsprachigen Raum vergleichsweise wenig Raum ein.

Ko-finanziert durch das EC DEAR-Programm (Development Education and Awareness-Raising) der Europäischen Union wird TransFair e.V. in Kooperation mit dem Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln vom 23.-25.9.2018 daher eine Fachtagung zum „Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum“ veranstalten. Die Tagung findet an der Universität zu Köln statt.

Ziel der Tagung ist es, den Fairen Handel kritisch in den Blick zu nehmen und dabei der deutschsprachigen Forschung zu diesem Themenfeld ein Forum des interdisziplinären Austausches und der akademischen Vernetzung zu bieten.

Langfristig soll die Tagung eine stärkere wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Fairen Handel fördern, die das Thema umfassend und empirisch fundiert begleitet. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf einer sozial- und geisteswissenschaftlichen Betrachtung von ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen im Zusammenhang mit Fairem Handel im In- und Ausland. Eingeladen sind WissenschaftlerInnen aller, vorrangig aber geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen, die sich in ihrer Forschung bereits mit Themengebieten wie CSR, New Economic Thinking, Ethical Consumption, Postwachstum, Klimawandel, solidarischen Wirtschaftsformen sowie Nachhaltigkeit beschäftigt haben und ihre Forschung zum fairen Handeln ausbauen möchten.

Mögliche Themenschwerpunkte der Fachtagung sind:

• Historisch-strukturelle Einordnung der Fairhandelsbewegung im deutschsprachigen Raum, zivilgesellschaftlicher Anspruch und Relevanz, sowie Institutionalisierung und Organisationsformen

• Dynamik und Entstehungsprozesse sozialökologischer Standards und Zertifizierungen durch fairen Handel als soziale Bewegung

• Konsum- und Wirkungsforschung: „Fair“ als Marketingstrategie innerhalb von Nachhaltigkeitsdebatten oder als Wegbereiter einer nachhaltigen Transition unter Berücksichtigung von Produzenten-Konsumenten-Beziehungen

• Bewertung von ökonomischen Grundannahmen des Fairen Handels und deren Wirkungsweisen, wie Produktionsbedingungen, Kosten für nachhaltige Produktion, living wages, living income, Mindestpreise, Handelsgerechtigkeit

• Bewertung von soziologischen Grundannahmen des Fairen Handels und deren Wirkungsweisen, wie Demokratie, Partizipation, Maßnahmen gegen Diskriminierung

• Bewertung von sozioökologischen Grundannahmen und deren Wirkungsweisen, wie Mensch-Umwelt-Beziehungen im Fairen Handel, Auswirkungen des Klimawandels und der Endlichkeit von Ressourcen auf Produktionsräume und Handelsbeziehungen

• Betrachtung der Fairhandelsbewegung in asymmetrischen Macht- und Handelsbeziehungen

• Humanismus und Menschenrechte in fairen Lieferketten im Vergleich zu konventionellen Modellen

• Wirkungsweisen und Effektivität verschiedener Ansätze (fair vs. konventionell) in der Kapitalismuskritik

• Einschätzung zur Gewichtung der Rolle und Reichweite verschiedener Akteure und Aktionsformen in der Gestaltung des globalen Handels aus Politik, in sozialen Bewegungen, in NGO’s oder Verbänden, durch bewussten Konsum

Abstracts zu diesen thematischen Schwerpunkten oder verwandten Themen sollten maximal 500 Wörter umfassen. Beiträge von NachwuchswissenschaftlerInnen (MA und PhD) sind ausdrücklich erwünscht. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Thematisch werden die ausgewählten Beiträge in Tagungspanels gebündelt und zeitnah ins Tagungsprogramm aufgenommen. Als Ergebnis der Tagung ist die Herausgabe eines Sammelbandes mit ausgewählten Beiträgen geplant. Dieser Sammelband wird in deutscher Sprache erscheinen. Das GSSC organisiert die Unterbringung der TeilnehmerInnen in Hotels für zwei Nächte.

Außerdem werden die Kosten für eine Anreise per Bahn (2. Klasse) übernommen.

Bitte schicken Sie die Abstracts bis zum 11. Juni 2018 per Mail als PDF an

katharina.diederichs(at)uni-koeln.de.