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Sensing Loss
Uni Köln goes r e t u r n: 60 Minutes AnthroLab.

Die Diskussionsreihe Sensing Loss bringt ethnologische Forschungen aus der Universität ins Museum. Sozial- und Kulturanthropolog:innen aller Karrierestufen berichten aus ihren aktuellen Forschungen, wie Menschen Verlust erfahren und Verlusterfahrungen bearbeiten. Sensing Loss fragt, wie Verlust begegnet, verkörpert und verräumlicht wird – und wie aus Vertreibung, Enteignung und vergangenem Unrecht neue Zukünfte gewonnen werden können. Erfahrungen des Verlusts (loss), ihre Konfrontation und Aufarbeitung [r e t u r n] sind dabei so vielfältig wie die Situationen, in denen Menschen Kolonialismus, Marginalisierung oder Gewalt begegnen.

Die öffentlichen Vorträge diskutieren Formen des Sensing, über die Menschen Verlust gewahr werden, und Sense Making, d.h. die Frage, wie Menschen Verlusterfahrungen eine Bedeutung verleihen. Trauer, Verlust und Erinnerung können zur Quelle werden, Ansprüche an die Gegenwart zu artikulieren und zwischen Menschen und Orten, Vergangenheit und Zukunft neue Verbindungen zu erarbeiten. Im Sinne der Ausstellung r e t u r n beschäftigen sich die Vorträge mit ganz unterschiedlichen Momenten und Formen der Trauer, der Nostalgie, der Erinnerungsarbeit und des gemeinsamen Aufbruchs

Leitung: Simon Holdermann & Carla Tiefenbacher

Institut für Ethnologie & SFB Medien der Kooperation, Universität zu Köln

mehr unter r-e-t-u-r-n.net



Veranstaltungen
 

17.09.2026

Dr. Nanette Snoep (Rautenstrauch-Joest Museum Köln) & Prof. Dr. Martin Zillinger (Universität zu Köln)
Einführung: Senses, Sensors, Sensing: Eine kurze Einführung in die Ethnologie der Sinne

Dr. Simon Holdermann, Carla Tiefenbacher, MA (Universität zu Köln)
Sensory Walk

24.09.2026

Prof. Dr. Franz Krause (Universität zu Köln)
Sensing Loss im Mackenzie-Delta: Auf der Suche in den Sedimenten vergangener Zukünfte

01.10.2026

PD Dr. Omar Kasmani (Freie Universität Berlin)
After Love: Loss, or the Archive of a Parting

08.10.2026

Dr. Simone Pfeifer (Goethe-Universität Frankfurt)
Wer wird gehört? Postdigitale Erinnerung nach rechter Gewalt in der postmigrantischen Gesellschaft

15.10.2026

Prof. Dr. Alice von Bieberstein (Humboldt-Universität zu Berlin)
Sehnsucht und Berührungsängste: Westarmenien für der Nachfahren der Überlebenden des armenischen Völkermords

22.10.2026

Saleh Seid Adem (Universität zu Köln)
Between Houses: Sensing Losses and Making Home in the Life of an Ethiopian Migrant Domestic Worker

29.10.2026

Prof. Dr. John Borneman (Princeton University, USA)
Der Ruf der Loreley: Verlust, r e t u r n und die Neue Rechte in Deutschland
(Publikumsgespräch)

05.11.2026

Prof. Dr. Birgit Meyer (Utrecht University, Niederlande)
„Undemonise!“ Verlust und Wiederaneignung spiritueller Artefakte der Eʋe in Ghana und Togo

19.11.2026

Prof. Dr. Erella Grassiani (University of Amsterdam, Niederlande)
Arboreal Nationalism. Planted landscapes of death and return in Israel/Palestine 

26.11.2026

Dr. Hilal Alkan (Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin)
Return, stay, back-and-forth: Syncing migrant-time with plant-time

03.12.2026

Hamid Bouhlal (Autor und spirituelles Oberhaupt der ʿIsāwa Sḥaym u Muḫtār, Meknes-Paris), Sebastian Eschenbach (Filmemacher, Uckermark), Prof. Dr. Martin Zillinger (Universität zu Köln)
Selbstverlust und Selbstgewinn: Trauer, Trance und soziale Gemeinschaft in Marokko