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Key Profile Areas (KPA) an der Universität zu Köln

Key Profile Areas (KPA) an der Universität zu Köln sind thematisch definierte Forschungsbereiche von hoher wissenschaftlicher und/oder gesellschaftlicher Relevanz. Sie verfügen über eine substantielle kritische Masse und zeichnen sich durch Forschung auf international höchstem Niveau aus. Sie vernetzen Forschende aus verschiedenen Fakultäten und bündeln bestehende Projekte, Zentren und Expertise. KPAs ermöglichen fachübergreifende Forschung und stoßen neue Kooperationen an, die innerhalb von Fakultäten häufig nicht möglich sind. Sie schaffen Austauschformate, gemeinsame Forschungsanträge und erforschen thematische Schwerpunkte. Innerhalb der KPAs werden große Verbundprojekte (DFG, EU, BMBF, ERC etc.) entwickelt, um sich strategisch z. B. in Exzellenzwettbewerben zu positionieren und die Sichtbarkeit sowie die Reputation der Universität zu erhöhen.

Auf internationaler Ebene bauen KPAs dauerhafte internationale Kooperationen auf, fördern Gastaufenthalte u.a. in Form einer Global Faculty, veröffentlichen gemeinsame Publikationen und bilden Netzwerke. Somit stärken sie die globale Präsenz der Universität. Darüber hinaus führen sie einen Dialog mit der Politik, Zivilgesellschaft, Kultur oder Wirtschaft und tragen in öffentlichen Veranstaltungen zu einem Wissens- und Ergebnistransfer in die Öffentlichkeit bei.

Folgende KPAs der Uni Köln koordinieren, stärken und profilieren zentrale Forschungsfelder– interdisziplinär, international und strategisch:

Global South Studies

 

KPA Global South Studies steht für einen interdisziplinären Forschungsbereich, der sich mit Fragen der gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen im Globalen Süden beschäftigt. „Global South“ ist dabei kein geografischer Begriff im engen Sinne, sondern ein Konzept, das globale Macht- und Wissensverhältnisse, historische Ungleichheiten und postkoloniale Strukturen in den Blick nimmt.

Aufgaben und Ziele des KPA Global South

Aufgaben der KPA Global South Studies

Die KPA Global South Studies hat mehrere zentrale Aufgaben: 

  • Wissenschaftliche Analyse globaler Transformationsprozesse, sozialer Ungleichheiten und lokal erlebte Auswirkungen globaler Dynamiken
  • Förderung des internationalen Austausches und des gegenseitigen Lernens mit Partner*innen aus dem Globalen Süden
  • Transdisziplinäre Vernetzung von Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften sowie Rechts- und Umweltwissenschaften
  • Unterstützung von Nachwuchsforschenden 

Die KPA Global South Studies trägt dazu bei, Wissen und Perspektiven aus dem Globalen Süden sichtbarer zu machen und in wissenschaftlich fundierte Forschungs- und Gesellschaftsdiskurse zu bringen. Sie fördert einen kritischen Blick auf globale Verflechtungen – etwa auf Fragen von Entwicklung, Nachhaltigkeit, postkolonialer Geschichte und sozialer (Un-)Gerechtigkeit – und stärkt zugleich die internationale Vernetzung der Universität.

Verbindung von KPA Global South Studies (KPA GSS) und Global South Studies Center (GSSC)

Die KPAGlobal South Studies wird durch das Global South Studies Center (GSSC) koordiniert – ein Forschungszentrum, das an der Universität Köln interdisziplinäre Forschung bündelt, administrative und organisatorische Angelegenheiten koordiniert sowie internationale Kooperationen pflegt. Die verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten der über 60 Mitglieder sind eingebettet in Drittmittelprojekte, Forschungsnetzwerke und internationale Partnerschaften mit verschiedenen Universitäten in Afrika, Brasilien, Indonesien und Kolumbien. 

Ziele der KPA Global South Studies

Die KPA Global South Studies will die Forschung zu kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen im Globalen Süden fundiert stärken und Antworten auf multiple Krisen und planetare Herausforderungen entwickeln. Das bedeutet:

  • vertiefte Analyse globaler Verflechtungen
  • Forschung zu komplexen Zusammenhängen globaler Ungleichheiten, kultureller Dynamiken und gesellschaftlicher Transformationen innerhalb verschiedener thematischer Schwerpunkte erforschen
  • lokale Auswirkungen globaler Prozesse sichtbar machen

Ein weiteres Kernziel ist die Stärkung und Erweiterung wissenschaftlicher Kooperationen mit Partnerinstitutionen im Globalen Süden. Dazu gehören dauerhaft angelegte:

Die KPA setzt auf gemeinsame Wissensproduktion, bei der Forscher*innen aus dem Globalen Süden und der Universität Köln gleichberechtigt zusammenarbeiten. Prinzipien wie Teilen, Teilnahme und Partizipation stehen dabei im Mittelpunkt.

Nachwuchswissenschaftler*innen innerhalb der KPA Global South Studies

Ein wichtiges Ziel der KPA ist es auch, junge Wissenschaftler*inneninternational sichtbar und forschungsstark zu machen durch:

Ihnen sollen dadurch attraktive wissenschaftliche Entwicklungspfade geschaffen werden.

Struktur des KPA Global South Studies

Die KPA Global South Studies möchte sich als sichtbare, international vernetzte Forschungseinheit etablieren, die Ergebnisse nicht nur in akademischen Kreisen, sondern auch gesellschaftlich wirksam macht – z. B. durch:

Das KPA Global South Studies ist als dynamische, mehrstufige Forschungsstruktur angelegt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, internationale Vernetzung und strategische Profilbildung miteinander verbindet.

Forschungsbereiche (Research Areas)

Die inhaltliche Arbeit des KPA gliedert sich in drei miteinander verbundene Research Areas, die zentrale Themenfelder der Global South Studies abdecken:

Environment & Infrastructure: Forschung zu Umwelt, Ressourcen, Infrastruktur und deren gesellschaftlichen Auswirkungen.

Museum & Heritage: Analyse von materiellen und immateriellen Kulturerben, Museen, Erinnerungspolitiken und Wissensordnungen.

Co-Producing Knowledge & South-South Relations: Fokus auf gemeinsame Wissensproduktion, transnationale Kooperationen und Beziehungen zwischen Regionen des Globalen Südens.

Diese Research Areas bilden den thematischen Kern der KPA und sind offen für neue interdisziplinäre Impulse.

Foschungsformate

Die Research Areas werden durch verschiedene Forschungsformate ergänzt. Sie Formate ermöglichen sowohl langfristige Verbundforschung als auch flexible, kürzer angelegte themenspezifische Kooperationen.

Coordinated Research Programs

Entwicklung gemeinsamer Fragestellungen und Drittmittelanträge

Individual Research Grants

Förderung innovativer Einzelprojekte

Structured PhD Cohort

Systematisch verankerte Nachwuchsförderung

Übergreifende Arbeitsgruppen (Targeted Working Groups)

Ergänzt wird die Forschungsstruktur durch zentrale übergreifende Arbeitsgruppen (Targeted Working Groups) innerhalb des KPAs Global South Studies:

Teaching: Einbindung der Forschung in Lehre und Curriculum

Transfer: gesellschaftlicher Dialog und Wissenstransfer

Mentoring: Begleitung von PostDocs in der Antragstellung

Strategic Professorship Planning: strategische Besetzung neuer Professuren

Querschnittsthemen der KPAs

Die verschiedenen KPAs der Uni Köln bearbeiten gemeinsame übergreifende Themen (Cross-KPA Topics). Momentan bildet insbesondere das Querschnittsthema Künstliche Intelligenz (AI) diesen Schwerpunkt, um globale technologische Entwicklungen mit Fragen sozialer Ungleichheit und Wissensproduktion zu verbinden. 

Zeitliche Perspektive

Die Struktur des KPA ist auf eine strategische Entwicklungsphase von 2026 bis 2029 ausgerichtet. In diesem Zeitraum sollen Forschungsprofile geschärft, Kooperationen vertieft und nachhaltige Strukturen für die Global South Studies an der Universität zu Köln weiter ausgebaut werden. In diesem Zeitraum ist die KPA eng mit universitären Großinitiativen verknüpft, etwa mit der Excellence Cluster Initiative zum Thema „Environmental Humanities and Social Sciences“